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[Buchkritik] Der hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand

Hi ihr lieben :) 

ich hab es endlich mal wieder geschafft ein Buch zu lesen :) Leider sind es nicht die Budenbrooks - an diesem Buch bin ich kolossal gescheitert. Aber in den nächsten Ferien werde ich es auf jeden Fall nochmal probieren :) 


Das Buch um das es heute geht wollte ich schon lesen als es zum ersten Mal auf den Bestseller-Listen aufgetaucht ist. Daraus ist irgendwie nie was geworden. Aber die deutlich günstigere Taschenbuchauflage hab ich mir jetzt doch gekauft. 

Inhalt:

Allan Karlsson ist hundert Jahre alt und hat genug vom Altenheim. Er klettert aus dem Fenster und macht sich auf die Reise(die Richtung ist egal) - dabei trifft er auf eine hochgebildeten Imbissbudenbesitzer, einen Meisterdieb und eine schöne Frau die einen Elefanten geklaut hat. Wären sie sich kurze Zeit später auf der Flucht vor der Polizei befinden erfährt man im Laufe ihrer Reise auf welch ungewöhnliche Weise Allan Karlsson, der Hundertjährige, in die bedeutenden Ereignisse der Weltgeschichte verwickelt war.

Lesefeeling:

Der Stil des Autors ist reichlich ungewöhnlich und man muss sich erst mal ein bisschen daran gewöhnen. Daher kam mir das Buch am Anfang reichlich Dröge und langweilig vor - ich hatte das Gefühl das sich der Autor permanent mir noch nichtssagenderen Phrasen selbst überbieten will. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, merkt man, dass das Buch eine warme und tolle Atmosphäre hat. 

Gesamteindruck:

Nochmal zum Stil des Autors - die grösste Umstellung ist, das das Buch nicht mit einer spektakulären oder geheimnisvollen Szene beginnt, sondern einfach mir einem Hundertjährigen der aus dem Fenster klettert. Diese 'sanfte' Form des Beginnens war ich gar nicht mehr gewöhnt, da besonders in der Jugendliteratur ein eher Spektakulärer Anfang üblich ist. Gibt man dem Buch aber eine Chance merkt mal schnell, das dieser ruhige und teilweise auch unspektakuläre Stil super passt. Es geht schliesslich um einen Hundertjährigen der das Leben mit einer gewissen Gelassenheit sieht, da muss man auch gelassen schreiben. Besonders gut gefallen haben mir die Episoden, in denen Allans Leben erzählt wird. Die absolute Unmöglichkeit wie er in alle möglichen geschichtlichen Ereignisse verstrickt wird, ist irr(e)witzig und lässt einen die Weltgeschichte der letzten 100 Jahre aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. 
Aber es ist kein Buch zum auf einmal lesen, zumindest nicht für mich. Aber dadurch kann man es auch umso mehr geniessen :) 
Wehmütig, witzig und zurückhaltend charmant – dieses Buch hat alles was einen guten und soliden Roman ausmacht.

Und weil es einfach ein Herz erwärmendes Buch vom Glauben an das Leben ist; bekommt es von mir die volle Punktzahl :)







In diesem Sinne bis bald
Eure
LadyWorldWide


[Buchkritik] Ich & No

Hi ihr Lieben :) 

zuerst mal will ich euch allen danke sagen, ich habe in den letzten Tagen so viele liebe Kommentare bekommen, ihr seid die besten:* 

Heute stelle ich euch mal wieder ein aktuelles Buch vor. Ich habe es schon zu Anfang der Sommerferien gelesen und wollte es euch seit dem vorstellen. 

Es ist aber auch kein ganz neues Buch mehr und erstmals 2008 erschienen. Geschrieben wurde es von Delphine de Vigan, meine Ausgabe ist von 2010. Es hat mich etwas gewundert, dass eine Ausgabe von 2010 dieses Jahr noch in der Buchhandlung stand. Aber jetzt erst mal zum Inhalt:





Inhalt:

Lou ist eine hochbegabte Einzelgängerin, sie hat einige Klassen übersprungen und ist bei weitem die Jüngste in ihrem Umfeld. Seit ihre kleine Schwester gestorben ist, ist Lous Mutter nur noch ein Schatten der schweigend im Schaukelstuhl sitzt. Und ihr Vater kann den Schein einer funktionierenden Familie nicht aufrechterhalten. Lou hat eine Familie, und doch hat sie keine. 
In der Schule soll sie ein Referat halten, Lou hat Angst; davor nichts zu sagen zu haben, vor den älteren Mitschülern zu sprechen. Was soll sie sagen, was wenn sie kein Wort rausbringt. 
Doch eines Tages trifft sie No. Die wirklich keine Familien hat und ganz auf sich alleine gestellt auf der Strasse lebt. Da weiss Lou plötzlich über was sie sprechen will: Über junge Frauen die auf der Strasse leben. No willigt ein mit Lou über ihr Leben zu sprechen, sie spricht leise und langsam und manchmal verschwindet sie für Tage. 
Schliesslich beschließt Lou No mit zu sich nach Hause zu nehmen und sie von der Strasse zu holen. Und gerade als alles gut zu werden scheint, zeigt das Leben, dass alles doch nicht so einfach ist. 

Am Ende bleibt die Frage: Sind die Dinge wirklich immer wie sie sind? 

Kritik:

Ich fand das Buch toll. Gerade in letzter Zeit ist die Jugendliteratur für mich sehr, sehr leicht und platt. Besonders im Fantasy Genre wird unglaublich viel Ramsch verkauft. 
Es ist eine unglaublich zarte und einfühlsam erzählte Geschichte die niemanden kalt lässt. Lou mit ihrem kindlichen Glauben an das Gute in dieser Welt stellt in Frage ob man diesen Glauben wirklich verlieren muss um erwachsen zu werden. Lou's Entwicklung im Laufe des Romans ist so echt erzählt, dass ihre positive und herzliche Art einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Die kleine und zerbrechliche Porzellanfigur vom Anfang entwickelt sich im Laufe des Romans zu einer erstaunlich reifen und unglaublich starken Kämpferin. Mit aller Kraft stemmt sie sich gegen die Lethargie mit der soziales Elend und Einsamkeit in unserer Gesellschaft hingenommen werden. 
Ein Happy End hat das Buch trotzdem nicht - was es aber umso realistischer und dringlicher macht. Es zeigt wie wichtig es ist, es zumindest zu versuchen. Auch wenn man die Sonne nicht immer hinter den Wolken hervorholen kann, man kann zumindest ein kleines Teelicht anzünden statt tatenlos im Dunkeln zu hocken. 
Trotzdem ist das Buch traurig, klar gibt es schöne Momente, aber immer wieder zeigt das Buch die grausame und rücksichtslose Seite des Lebens vor der wir so oft unsere Augen verschliessen. 

Es ist ein sehr schönes, sehr trauriges Buch - ich kann es euch nur empfehlen. 


Bis Bald 
Eure
LadyWorldWide

[Projekt Bücherstaub] M.M. Kayne - Palast der Winde

Hey ihr Lieben :)

obwohl ich es mir so fest vorgenommen habe, hat der nächste Teil meiner Bücherstaub Projektreihe lange auf sich warten lassen.
Das Buch das ich euch heute vorstellen will steht schon länger bei mir im Regal und noch länger auf meiner Leseliste.
Es handelt sich um "Palast der Winde"



Facts:
Zum ersten Mal erschienen ist es 1978, seit dem hat es sich über 19 Millionen Mal verkauft. die Autorin M.M. Kaye wurde selbst in Indien geboren und baute die Geschichte unteranderem auf Zeitzeugenberichten ihren Verwandten auf.
Es spielt zur Zeit der Englischen Besatzung in Indien, als die East Indian Trading Company gerade gescheitert ist und der Hass der Bevölkerung auf den Vizekönig brodelt.
Neue Auflagen sind heute über Amazon, Weltbild etc. erhältlich. 

Story:

Das Buch ist die Liebes- und Lebensgeschichte des Jungen Ash. Es spielt im Indien des 19. Jahrhunderts, eine Zeit in der die Fronten zwischen der einheimischen Bevölkerung und den englischen Besatzern gespannter denn je sind.  Ash ist der Sohn eines Engländers, doch sein Vater stirbt früh und so wird er von einer Inderin aufgezogen. Ohne von seiner Herkunft zu wissen wächst er als Hindu im Schatten des Himalaya auf. Als er hinter seine englische Herkunft kommt, fühlt er sich zerrissen und von keinem seiner Heimatländer akzeptiert.
Es ist aber auch die Geschichte der mutigen Hindu Prinzessin Juli, die heiraten wird, aber nicht den Mann den sie liebt. Sie muss sich zwischen der treue zu ihrer Herkunft und ihrem Volk und einer Liebe gegen alle Wiederstände entscheiden. 
Die Liebe zwischen den Völkern scheint zum Scheitern verurteilt, denn sowohl aus Sicht der Engländer als auch aus Sicht von Julis Volk gleicht eine Heirat außerhalb des eigenen Volkes einem Fluch. 


Kritik:

Mit seinen 941 klitzeklein bedruckten Seiten ist das Buch definitiv nichts für trivial Liebhaber oder zwischendurch Leser. Der Einstieg in das Buch ist dann auch eher schwer. Die ersten fünfzig Seiten sind wirklich seeeehr zäh. Aber es lohnt sich,  belohnt wird man mit einer wundervollen Geschichte die einen dann auch wirklich bis fast zum Ende fesselt. Ja, bis FAST zum Ende. Nach dem wirklich dramatischen Showdown der für Ash und Juli schon nach einem Happy End aussieht endet das Buch noch nicht. Der letzte Teil der Geschichte passt für mich irgendwie nicht so richtig zum Rest des Buches, die Stimmung, die Kulisse und natürlich die Handlung. Irgendwie wirkt dieser Teil angehängt. So als würde man mitten beim Stricken die Farbe wechseln. 
Denn Ashs Pflichten gegenüber dem Englischen Militär trennen die beiden erneut. Nach weiteren Hundert zwar durchaus lesbaren, aber einfach zu langen, Seiten hat mich das Ende dann auch noch ein wenig enttäuscht. 
Das Buch endet mit dem Satz: "Und es mag sein das sie ihr Königreich fanden" Nach all dem Leid, den Schicksalsschlägen, Verlusten und Dramatik hätten die Beiden meiner Meinung nach ein besseres Ende verdient. 
Möglicherweise habe ich aber auch bisher einfach zu wenig Erfahrung mit solch dicken Büchern und am Ende hat mich einfach die Geduld verlassen und ich wollte die beiden endlich zusammen sehen. Das mir der letzte Teil zu lange vorkam würde ich deshalb eher meiner (noch) mangelnden Kondition bei solch dicken Büchern anrechnen. 

Literarisch ist das Buch sehr gut. Es ist in einer blumigen etwas älteren Standardsprache  geschrieben, die mir sehr gut gefallen hat :) 
Den historischen Hintergrund hat die Autorin sehr gut aufgegriffen und absolut stimmig in die Geschichte eingepasst. Die Spaltung der Bevölkerung und das "zwischen den Stühlen sitzen" von Ash werden sehr glaubwürdig erzählt. Die indirekte Kritik am Verhalten der Engländer, die die Autorin mit einfließen lässt, gibt dem Buch ein gewisses Gewicht und macht es zu sehr viel mehr als "nur" zu einer orientalischen Liebesgeschichte. 

Ich kann diesem Buch nur eine absolute Empfehlung aussprechen (mit kleinem Abzug für den Einstieg) 
Ein Abenteuer Roman, eine rührende Liebesgeschichte und eine wundervolle Orientalische Kulisse; all das vor einem beeindruckenden Historischen Hintergrund. Ein Buch das ich jedem ans Herz legen möchte :) 
Dementsprechende fällt auch meine Wertung aus :) 




Bis bald 
Eure
LadyWorldWide



[Projekt Bücherstaub #2] Robert Harris - IMPERIUM

Hi ihr Lieben, 

bevor ich anfange; will ich erstmal meine neue Leserin SannaCoeur begrüßen :) 

Nah wie war euer Tag bis jetzt so? Meiner ging so: Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht :) Die gute, ich bin bei den neuen DM-Lieblingsboxabonnenten dabei :) Ich freue mich wirklich total, besonders weil es gleich beim ersten Versuch geklappt hat. Und jetzt die schlechte: Ich habe es geschafft meine neue Tasche mit Glasreiniger zu Fluten :( - tja, dumm gelaufen - ich hoffe ich kriege sie wider sauber. 
Aber jetzt zu meinem eigentlichen Thema:

Ihr habt es bestimmt schon an der Überschrift gesehen, heute stelle ich euch das zweite Buch meiner Projektreihe Bücherstaub vor. Ich weis nicht so genau wieso, aber diese Rezession schiebe ich schon seit ungefähr einer Woche vor mich her. Aber heute habe ich Zeit und deshalb fange ich jetzt einfach mal an :) 

Inhalt:



Das Buch beginnt mit Ciceros Ausbildung zum professionellen Redner und Rechtsanwalt. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Ciceros Leibsklaven Tiro, der während seiner Ganzen Laufbahn stehts an seiner Seite ist und seine Reden und Briefe dokumentiert. Das Buch beginnt mit Ciceros Ausbildung zum Redner in Griechenland.
Als er schließlich nach Rom kommt ist er bestens ausgebildet und fühlt sich bereit nach den Sternen zu greifen. 
Doch er ist ein Homus-Novus, ein unbedeutender Bürger ohne gewaltiges Vermögen oder einen beeindruckenden Stammbaum. 
Der aufsehen erregende Fall 'Verres' kommt ihm da gerade Recht. Dieser hat die Provinz Sizilien im großen Stiel ausgebeutet und Gelder veruntreut. 
In einem aufsehen erregenden Prozess zieht Cicero Verres zur Verantwortung und macht sich damit zum bekanntesten Rechtsanwalt der Republik. Von jetzt an hat er sein Zielt stehts fest im Blick: Cicero will das Konsulat. 
Das Buch beschreibt nun Ciceros Weg vom Homus-Novus zum Konsulat. 

Lesefeeling:

Das Buch hat mich gefesselt, es ist unglaublich spannend und man fiebert förmlich mit Cicero mit. Die Sprache ist modern, angenehm zu lesen und auf einem guten Niveau. 

Kritik:

Viel gibt es an diesem Buch nicht zu kritisieren. Der Roman ist sehr gut aufgebaut, die Fiktion des Autors ist mit historischen Fakten untermauert und glaubwürdig.  Nur der Spannungsbogen, der ist nicht so gut gelungen. Nachdem Cicero Verres vor Gericht seiner gerechten Strafe zugeführt hat, ist der erste Höhepunkt der Geschichte erreicht. Danach verliert die Handlung zunächst an Schwung und man muss sich durch ein etwas zähes Handlungstief kämpfen. Hat man dieses aber überwunden, gewinnt die Handlung wieder an Schwung und führt das Buch zu einem gelungenen Abschluss.

Obwohl das Thema 'Altes Rohm' das diesem Roman zu Grunde liegt, sicher nicht in jedermanns Interessengebiet ist. Doch dieses Buch ist ein spannender Polit-Krimi der eine Persohn beschreibt, die mit geistiger Brillianz und unglaublichem Ehrgeiz ihre politischen Ziele verfolgt und auch erreicht.

Fazit:

Dieses Buch setzt dem größten Redner Roms ein würdiges Denkmal. Es ist ein lesenswertes, spannendes und historisch sicher sehr lehrreiches Buch. 
Ein Buch für jeden der sich für Geschichte interessiert und genauso lesenswert für jeden der es nicht tut. 

Es ist ein Buch von dessen Politischen Geschehen sich durchaus interessante Brücken zu unserer heutigen Politik schlagen lassen. 

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen.    

Bis bald
Eure
LadyWorldWide
 

[Projekt Bücherstaub] Die Hölenkinder, Alosi Tluchor

Hey ihr Lieben,

ich bin mit dem ersten Buch aus dem Projekt Bücherstaub durch. Ich habe mit die Höhlenkinder von Alois Tluchor begonnen. Ich habe es mir mit dem ersten Buch meiner Projektreihe relativ leicht gemacht, da ich dieses Buch in der 6. Klasse schon mal gelesen habe. Damals war ich aber noch viel zu jung, jetzt habe ich es viel besser verstanden und konnte den Inhalt auch besser verarbeiten.

Über das Buch:









Der Autor Alois Tluchor schreibt unter dem Pseudonym Alois Theodor Sonnleitner, diesen Nachnamen gibt er am Ende des Buches auch seinen beiden Protagonisten. Bei dem Buch handelt es sich eigentlich um eine Triologie, deren Bände jeweils 1918, 1919 und 1920 erschienen. Mein Buch ist also eine Sammelausgabe.
  1. die Höhlenkinder im Heimlichen Grund
  2. Die Höhlenkinder im Pfahlbau
  3. Die Höhlenkinder im Steinbau 
Obwohl dieses Buch schon so alt ist, ist es keineswegs aus der Mode gekommen. 2008 gab es die meines Wissens neueste Neuauflage, die teoretisch überall erhältlich sein müsste.

Inhalt:

Die Geschichte beginnt 1963 nach dem 30 Jährigen Krieg. Das kleine Weisenmädchen Eva wächst bei seiner Großmutter der 'Ahnl' auf. Als die Kräuter kundige Witwe nach einem schweren Unwetter von der Dorfgemeinschaft der Hexerei bezichtigt wird, flieht diese mit dem Kind zu ihrem Bruder. Dieser lebt als einfacher Köhler in einem abgeschiedenen Seitental. Trotz der Abgeschiedenheit wird die Ahnl erneut als Hexe verdächtigt und muss für einige Monat in den 'Heimlichen Grund' fliehen, einen durch Felsen von der Aussenwelt abgeschnittenen Tahlkessel. Als sie zurückkehrt hat sie den Weisenjungen Peter dabei, welchen sie unterwegs aufgelesen hat. Eva und Peter verstehen sich gut und helfen fortan dem 'Ähnl' und der'Ahnl' im Haus.
Nach dreizehn Jahren wird die 'Ahnl' erneut als Hexe verdächtigt. Diesmal fliehen alle vier vor dem Hexengericht nach dem 'Heimlichen Grund'. Auf dem Weg durch die Klam wir der 'Ähnl' von eimen Steinschlag getötet und die 'Ahnl' stirbt, kaum dass sie mit den Kindern den 'Heimlichen Grund' erreicht hat.
Nun müssen die Kinder völlig auf sich allein gestellt, nur auf Basis ihrer bisherigen Kenntnisse über essbare Pflanzen um ihr Überleben kämpfen.
Nun lässt der Autor im Zeitraffer die Steinzeit, Broze und Eiszeit im Lebenslauf von Eva und Peter am Leser vorrüber ziehen.
Vom ersten Feuer über die Erfindung des Webstuhl bis zu Zähmung von Wildtieren und dem Bau eines Steinhauses. Bis ihr Sohn Hans schließlich den 'Heimlichen Grund' verlässt um sich in der großen Welt eine Frau zu suchen.

Lesefeeling:

Kurzweilig, obwohl sehr oft einfach nur die neu erfundenen Gerätschaften beschrieben werden, lässt sich das Buch flüssig und angenehm lesen. Es ist zwar viel Wissen in dieses Buch gepackt, aber der Autor verpackt alles in einen angenehmen gut lesbaren Romanramen. 

Kritik:

Die eher verklemmte Einstellung zu Sexualität und Schwangerschaft lässt sich wohl damit erklären, dass das Buch schon so alt ist und damit, dass der Autor ein Mann ist. In diesem Buch wird die Entwicklung dieser beiden Menschen so genau beschrieben, dass es schon etwas komisch erscheint, dass die Körperliche Entwicklung überhaupt keine Rolle spielt. 
Auch Evas Schwangerschaft wird seltsam beschrieben. Nicht einmal der Leser selbst bemerkt, dass sie ein Baby erwartet. Es ist von Unwohlsein und Bauchschmerzen die Rede, und plötzlich ist das Baby da. Auch ist Peter bei der Geburt nicht anwesend. 
An diesem Punkt wirkt das Buch fast peinlich verklemmt. 
Auch die Tatsache das die Protagonisten Dialekt reden ist Anfangs etwas ungewohnt, aber daran gewöhnt man sich schnell. 

Fazit:

Es ist ein lesenswertes und interessantes Buch, dass einen mit Farbigen Bildern in die Zeit der Höhlenmenschen und Pfahlsiedler einläd. Die Entwicklung von Eva und Peter wird niemals langweilig, auch das gegenseitige Verständnis, das die Beiden langsam für sich entwickeln ist spannend zu beobachten.
Es ist gut geschrieben, obwohl die Sprache manchmal doch etwas anstrengen ist. Aber ich finde, je ausgefallener der Wortschatz umso wertvoller ist die Literatur.
Das Buch ist spannend und super interessant, ich würde mal behaupten, in diesem Buch lernt man mehr über die Höhlensiedler als in jedem Sachbuch :) 

Mein Fazit, ein Buch das man auf jeden Fall entstauben sollte. Lesenswert für Jung und Alt. 

Das war also meine erstes Buch, das ich entstaubt habe. Ich finde es hat sich absolut gelohnt. Das zweite Buch habe ich schon angefangen und ich kann versprechen es ist eine Überraschung :)

Wie fandet ihr diesen ersten Beitrag? Ich würde mich sehr über eure Rückmeldung freuen.

Morgen starte ich in die letzte reguläre Schulwoche :) Ich binn schon ganz hibbelig vor lauter Vorfreude auf die Ferien.

Wir lesen uns nächste Woche wieder 

Eure
LadyWorldWide